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Eine zentrale Aufgabe

Der Fachkräftemangel ist in den kommenden Jahren die zentrale Herausforderung für alle Gewerke.

Nachwuchskampagne: Tisch-Kicker-Bausatz für den cleveren Nachwuchs in Nordrhein-Westfalen.

Jugendliche für den Handwerksberuf zu begeistern, wird – insbesondere in Zeiten eines Überangebotes an Ausbildungsplätzen – zur berufsübergreifenden Messlatte für erfolgsversprechende Nachwuchskampagnen. Im Tischler-/Schreinerhandwerk sind es vor allem Innungen wie in Düsseldorf oder Kitzingen, die mit großem Engagement wichtige Grundlagenarbeit leisten. Damit durchdachte Nachwuchskampagnen ihr Ziel erreichen: Jugendliche für den Tischler- und Schreinerberuf zu begeistern.

Gemeinsam mehr erreichen

In Nordrhein-Westfalen hat sich die Tischlerinnung Düsseldorf für die Nachwuchskampagne mit dem Schulverwaltungsamt der Landeshauptstadt zusammengetan. „Wir haben bereits in der Vergangenheit gemeinsam einige erfolgreiche Projekte durchgeführt“, sagt Lehrlingswart Jürgen Heller, der gleichzeitig der Vorsitzende des Ausschusses zur Berufsbildung auf Landesebene ist. „Für uns als Innung hat das den Vorteil, dass wir nur einen Ansprechpartner haben, der die Kontakte zu den Schulen koordiniert.“

Konkret heißt das: Gregor Nachtwey vom Schulverwaltungsamt schreibt die über 60 allgemeinbildenden Schulen in Düsseldorf an und lädt zu zentralen Informationsveranstaltungen ein. „Diese werden wir Mitte Februar in der überbetrieblichen Lehrwerkstatt und gegebenenfalls in zwei bis drei Betrieben durchführen“, sagt Jürgen Heller. Dort werden die Schüler dann praxisorientiert mit Hilfe des umfangreichen Informationspaketes zur Berufsinformation über das Berufsbild des Tischlers informiert – in einem kleinen Eignungstest können die Teilnehmer dann ihr Wissen unter Beweis stellen. „Als Anreiz erhält die Gruppe, die die Aufgaben am besten löst, einen Tischkicker-Bausatz“, sagt Heller. „Diesen können die Schüler dann im Unterricht selbst zusammenbauen und später in der Pausenhalle die Bälle rollen lassen.“

Selbst für Ungeübte ein Kinderspiel

Gute Erfahrungen mit dem Informationspaket hat auch die Schreinerinnung Kitzingen in Bayern gemacht. Obermeister Frank Ackermann und seine Vorstandskollegen Udo Haas und Alfred Hörr besuchten alle Real- und Mittelschulen im Landkreis Kitzingen. Dort stellten sie mit Hilfe der neuen Powerpoint-Präsentation das Schreinerhandwerk vor und trafen damit bei den Schülern voll ins Schwarze. Mit großen Augen verfolgten diese die Ausführungen und staunten nicht schlecht, was ein Schreiner so alles kann. Auch Udo Haas ist zufrieden: „Mit diesen Werbemitteln haben wir wirklich gute Chancen, die Jugendlichen für unser Handwerk zu begeistern.“ Denn auch mit wenig Übung für solche Auftritte ist es ein Kinderspiel. Schreinermeister Haas meint: „Es fällt einem zu jeder Folie spontan etwas ein.“

In Düsseldorf gibt es noch einen weiteren Clou: Parallel zu den Tischlern startet auch die Friseurinnung Veranstaltungen zur Berufsorientierung. „Viele Schulen werden mit Informationsmaterial zur Berufsbildung überfrachtet“, sagt Jürgen Heller. „Durch die Bündelung mit anderen Gewerken können die Schüler selbst entscheiden, über welchen Beruf sie sich näher informieren möchten.“

Berlin, 2. Januar 2012

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Fridtjof Ludwig
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