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Girls'Day 2012

Mein Mädchen-Zukunftstag

Als Vater zweier Töchter begleitete ich 11 Mädchen am TSD Girls‘Day – eine tolle Erfahrung.

Girls'Day-Impressionen im Tischler/Schreinerhandwerk 2012 (TSD)
Girls'Day-Impressionen im Tischler/Schreinerhandwerk 2012 (TSD)

Los ging‘s am 26. April in den Geschäftsräumen von Tischler Schreiner Deutschland im Herzen der Hauptstadt. Meine Aufgabe für diesen Tag: Interessierten jungen Berlinerinnen den Beruf näherzubringen und zusammen mit der Tischlerei a. gegusch + sohn aus Berlin-Hermsdorf erste Weichen zu stellen – in Richtung Tischlerausbildung.

„Ja, vielleicht, mal sehen“

Es ist zehn Uhr morgens, als die Mädels bei uns eintreffen. Die meisten freuen sich, weil heute schulfrei ist. Vielleicht lässt sich diese Stimmung noch weiter steigern? Ich stelle zunächst den Beruf vor und zeige den Image-Film – beides finde ich auf dem USB-Stick des Informationspaketes. Meine 11 Gäste lauschen gespannt. Dass der Beruf so dynamisch und vielseitig ist, hätten sie gar nicht erwartet. Ob bereits jemand dabei ist, der Tischlerin werden will, werfe ich in die Runde. Große Augen blicken mich an. „Ja, vielleicht, mal sehen“, heißt es überwiegend. Na ja, eher eine typische Politiker-Antwort. Da ist mehr drin. Also ab zur Tischlerei in den Norden der Stadt.

Im Betrieb

In dem 125 Jahre alten Traditionsbetrieb wird die Gruppe gesplittet. Eine Hälfte besichtigt zunächst die Werkstatt, für die andere wird es praktisch. Passend zur Jahreszeit können wir ein Vogelhäuschen oder eine ‚Hui-Maschine‘ bauen. ‚Hui-Maschine‘, was ist das denn? 12 fragende Gesichter blicken Tischlermeister Martin Witt an. „Probiert’s aus“, sagt der 50-Jährige. Darum geht es schließlich beim Tischlern – ums praktische Arbeiten. Also gut, los geht’s. Wir sägen, stanzen, stiften und ab und zu greife ich zur Kamera und halte die Szenerie im Bild fest. Dann ist das Kunststück vollbracht, die sogenannte ‚Hui-Maschine‘ liegt vor mir und – da sich der Propeller dreht, sobald man über die Kerben des einen Holzstabes streicht – funktioniert sie auch.

„Erst mal ein Praktikum“

Witzige Idee, finde ich, die aber auch zeigt: „Egal, ob Mann oder Frau, um Tischler zu werden, kommt es auf Engagement und Kreativität an.“ Außerdem ist es ein Beruf mit Perspektive und „hervorragenden Übernahmechancen“, wie uns Martin Witt erklärt. Also versuche ich es erneut und frage, wer jetzt Tischlerin werden will: „Ja, vielleicht, mal sehen. Erst mal ein Praktikum.“ Schlaue Antwort – denke ich diesmal.

27. April 2012

Ansprechpartner:

Fridtjof Ludwig
Tel.: 030 30 88 23-40
Fax: 030 30 88 23-42
presse(at)tischler-schreiner.de