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Konjunktur

Jetzt schwarz auf weiß

Gute Aussichten – der positive Wirtschaftstrend hält gewerkübergreifend weiter an.

Die Zahlen stimmen (TSD)
Die Zahlen stimmen (TSD)

Es ist ein ungeschriebenes Naturgesetz, dass nach jedem Hoch irgendwann immer auch ein Tief folgt. Das trifft sowohl auf das Leben als auch auf das Wetter zu und findet ebenso seine Anwendung im Wirtschaftskreislauf. Aktuell befindet sich das Tischler- und Schreinerhandwerk im Hoch und bis zur nächsten konjunkturellen Abkühlung wird es noch eine Weile dauern. Das ist nicht nur eine vage Hoffnung, sondern – wie die Zahlen belegen – die Erwartung aus verschiedenen aktuellen Konjunkturberichten.

Das sagt der ZDH

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hat seinen ersten Konjunkturbericht 2012 vorgelegt. Er beruht auf den Antworten von bundesweit über 20.000 befragten Handwerksbetrieben und sieht das Handwerk weiterhin auf Erfolgskurs. Wie erwartet, wurde der konjunkturelle Schwung aus 2011 mitgenommen und der Start ins aktuelle Jahr ist gut gelungen.

Besonders positiv zeige sich dabei die Geschäftsentwicklung in den Ausbauhandwerken, darunter fallen auch die Tischler und Schreiner. Verantwortlich dafür seien vielerorts der „anziehende Neubau“ sowie eine hohe Modernisierungs- und Sanierungsnachfrage. Die betriebliche Auslastung liege im Schnitt bei etwa 80 Prozent. Gleichzeitig habe sich die Auftragsreichweite gegenüber dem Vorjahreszeitraum nochmals erhöht, weshalb die Umsatzerwartungen für die kommenden Monate weiter positiv bewertet würden.

Im Gewerk bestätigt

Auch das Investitionsklima im Handwerk sei aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen generell gut. Einzig die gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten, welche die Leistungserstellung in den Betrieben verteuere, werde kritisch beurteilt. Das bestätigen auch Tischler und Schreiner. Etwa Dreiviertel der Betriebe in Nordrhein-Westfalen berichten beispielsweise von gestiegenen Einkaufspreisen im aktuellen Halbjahr. Lichtblick bliebe dagegen die hohe Nachfrage, die für die derzeitige positive Umsatzentwicklung verantwortlich sei. Lediglich ein Viertel der Mitgliedsunternehmen vermelde Rückgänge, wie Tischler NRW jetzt bekannt gab. Damit erlebt das bevölkerungsreichste Bundesland derzeit einen Topwert wie „seit 20 Jahren nicht mehr“.

Große Kauflust

Diese Zuversicht werde gestützt durch die Anschaffungsneigung der Verbraucher, die sich derzeit auf einem noch höheren Niveau als im Vorjahr bewege. Dabei werde die Konsumstimmung weder durch die steigende Inflation, noch durch rückläufige Einkommensaussichten beeinträchtigt. Vor allem der stabile Arbeitsmarkt in Deutschland sei eine wesentliche Stütze dieser Kauflust, die wegen des fehlenden Vertrauens in die Finanzmärkte und historisch niedriger Zinsen vielfach die Anschaffung von Sachwerten – wie sie das Gewerk produziere – begünstige.

15. Juni 2012

Ansprechpartner:

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