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SEPA

SEPA-Zahlungsverkehr

Umstellung jetzt planen und keine böse Überraschung erleben.

Tischler Schreiner Deutschland empfiehlt, die nächsten Monate als Praxistest zu nutzen, damit ab 1. August 2014 alles reibungslos läuft. (Foto: Stefan Rajewski - fotolia.com)

Ab dem 1. Februar 2014 verändert SEPA – der Einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum – den bargeldlosen Zahlungsverkehr in Deutschland. Kontonummer und Bankleitzahl werden abgelöst von IBAN und BIC (für internationale Transaktionen). Die Umstellung ist notwendig, um den Zahlungsverkehr innerhalb der Europäischen Union zu vereinheitlichen.

Tischler Schreiner Deutschland appelliert deshalb an alle Mitgliedsbetriebe, die eigenen Prozesse und Systeme jetzt anzupassen. Die Übergangsfrist – in der Zahlungen akzeptiert werden, die vom SEPA-Standard abweichen, – ist zwar bis zum 1. August 2014 verlängert worden, auf Eis legen sollten Tischler-/Schreinerbetriebe ihre Umstellungsaktivitäten aber auf keinen Fall. Tischler Schreiner Deutschland empfiehlt vielmehr die sechs Monate als Praxistest zu nutzen, damit ab 1. August alles reibungslos läuft.

Folgende Schritte werden empfohlen:

Kontaktaufnahme mit dem eigenen Kreditinstitut: Zahlungsempfänger müssen von ihrer Hausbank für das Verfahren zugelassen werden und eine sogenannte Inkasso-Vereinbarung treffen. Konten konvertieren und Stammdaten aktualisieren: Künftig werden Konten nur noch durch eine internationale Bankkontonummer (IBAN) identifiziert. Bei grenzüberschreitenden Überweisungen kommt bis 2016 der Bank-Identifikationscode (BIC) hinzu. In der Regel bieten die Hausbanken verschiedene Lösungen zur Konvertierung an.

Buchhaltung anpassen: Mit der Umstellung der Kontokennung müssen auch Buchhaltungs- und Softwaresysteme umgestellt werden – SEPA-Überweisungen und -Lastschriften haben ein spezifisches Datenformat, das für Unternehmen und Zahlungsdienstnutzer nach dem 1. Februar 2014 verpflichtend ist. Hier empfiehlt sich die rechtzeitige Kontaktaufnahme zu technischen Dienstleistern.

SEPA-Lastschriftmandate einholen: Erst das Mandat autorisiert eine Abbuchung. Sowohl für die Einholung eines Mandats als auch für die Übergabe der Lastschrift an die Bank sind bestimmte Formalien und Fristen einzuhalten. Eine betriebsinterne Mandatsverwaltung erleichtert die Änderung der Daten.

Informationen zu Einzugsermächtigungen aussenden: Bei Mitgliedsbeiträgen, Spenden oder Bestandskundenzahlungen müssen vorliegende Einzugsermächtigungen nicht neu eingeholt werden; wohl aber muss der Empfänger den Zahler vor dem ersten SEPA-Lastschrifteinzug über den Wechsel auf den Einzug per SEPA-Basislastschrift informieren – unter Angabe von Gläubiger-ID und Mandatsreferenz.

Wichtig! Nur mit einer Gläubiger- und Identifikationsnummer ist künftig die Teilnahme am Lastschriftverfahren möglich. Diese Nummer wird von der Deutschen Bundesbank vergeben. Sie muss dort beantragt werden. Vor allem kleine und mittlere Betriebe mit weniger als 250 Beschäftigten seien hier laut Bundesbank noch im Rückstand. Das Institut empfiehlt diesen Prozess schnellst möglichst abzuschließen, da er sonst mit den Jahresendabschlüssen kollidiert. Formulare gibt es unter: www.glaeubiger-id.bundesbank.de

7. November 2013 (aktualisiert: 31. Januar 2014)

Ansprechpartner:

Fridtjof Ludwig
Tel.: 030 30 88 23-40
Fax: 030 30 88 23-42
presse(at)tischler-schreiner.de