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Tachografenpflicht

Teilsieg für das deutsche Handwerk

Foto: Deutsche Handwerks Zeitung

Kompromiss in den neuen Tachografenverordnungen.

Aus Sicht des deutschen Handwerks konnte am 14. Mai im Rahmen des sogenannten Triloges zur Tachografenpflicht ein wichtiger Teilerfolg erzielt werden. So einigten sich die europäischen Institutionen auf einen Kompromiss bei dem auch für Tischler und Schreiner die schlimmsten Befürchtungen abgewendet werden konnten.

Im Einzelnen heißt das:

  • Eine Ausdehnung des Geltungsbereichs der Tachografenpflicht auf leichtere Fahrzeuge zwischen 2,8 und 3,5 Tonnen, wie es das Europäische Parlament mehrheitlich vorgeschlagen hatte, konnte abgewendet werden.
  • Die Grenze des Ausnahmeradius für Fahrzeuge von 3,5 bis 7,5 Tonnen wird von gegenwärtig 50 auf 100 Kilometer heraufgesetzt.

Mit dieser Regelung dürften zwar viele Tischler-/Schreinerbetriebe entlastet werden, da in vielen Fällen weiterhin nicht auf teure digitale Fahrtenschreiber umgerüstet werden muss, ein kleiner Wermutstropfen bleibt dennoch. Denn gegen den Widerstand fast aller Mitgliedstaaten war die von deutschen Handwerksverbänden vorgeschlagene und auch von der Bundesregierung unterstützte Ausweitung des Ausnahmeradius auf 150 Kilometer um den Unternehmensstandort und die Streichung der Gewichtsobergrenze von 7,5 Tonnen nicht durchsetzbar.

Deckel drauf?

Abgeschlossen ist das Thema damit aber noch nicht. So muss zunächst über den Kompromissvorschlag im Transportausschuss des Europäischen Parlaments abgestimmt werden. Anschließend erfolgt – vermutlich erst nach der Sommerpause – die zweite Lesung. Bis zur Verabschiedung und Inkraftsetzung der Verbesserungen gilt somit noch die alte Regelung. Tischler Schreiner Deutschland wird das Thema weiter verfolgen.

21. Juni 2013

Ansprechpartner:

Fridtjof Ludwig
Tel.: 030 30 88 23-40
Fax: 030 30 88 23-42
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