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OFFENSIVE FÜR AUSBILDUNG

 

Test als Entscheidungshilfe


Mit einem pfiffigen Motiv werben Poster und Postkarten für die Woche des Eignungstests der Tischler- und Schreinerinnungen. (Foto: VSSM)

Die Ausbildungslage in Deutschland ist angespannt. Mit der bundesweiten Woche des Eignungstests tragen die Innungen des Tischler- und Schreinerhandwerks dazu bei, die Lage zu verbessern. Vom 22. bis 27. November 2004 können Schul­abgänger in einem freiwilligen Test prüfen, ob sie das Zeug dazu haben, Tischler oder Schreiner zu werden. Freie Lehr­stellen können so effizienter besetzt werden.

„Unser Eignungstest nützt beiden Seiten“, erklärte Günter Füllgraf, Präsident des Bundesverbandes Holz und Kunststoff (BHKH). „Die Schüler können feststellen, ob dieser anspruchs­volle Beruf für sie der richtige ist. Und die Betriebe bekommen geeignete Bewerber für ihre Ausbildungsplätze.“

Ziel der Aktion ist es, die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Lehre so hoch wie möglich zu machen. Denn ein Scheitern in der Abschlussprüfung oder ein vorzeitiger Abbruch ist für alle Betei­ligten ärgerlich: Der Jugendliche muss sich neu orientieren, der Betrieb hat unnötig investiert – und der Ausbildungsplatz bleibt möglicherweise bis zum nächsten Jahr unbesetzt.

Um dies zu vermeiden, prüft der Test die wesentlichen Voraus­setzungen, die ein Tischlerlehrling mitbringen sollte. Dazu gehören mathematische Kenntnisse, räumliches Vorstellungs­vermögen, technisches Grundverständnis und Konzentrations­fähigkeit. Einige Innungen und Betriebe fügen dem Test noch einen prak­tischen Teil an. Er soll das handwerkliche Talent der Kandidaten zeigen.

Wie sie abgeschnitten haben, erfahren die Jugendlichen unmittelbar nach dem Test. Ihre Ergebnisse werden in einem Zertifikat aufgeführt, mit dem sich Interessierte auch bewerben können. So punkten sie zusätzlich bei ihrem Wunschbetrieb.

In der Regel wird der Eignungstest von den Tischler- und Schreinerinnungen an zentraler Stelle vor Ort ausgerichtet. Einige Betriebe bieten ihn jedoch auch in Eigenregie an. Die über­greifende Organisation liegt in den Händen des Bundesverbandes Holz und Kunststoff sowie seiner Landesfach­verbände. In einer Gemeinschafts­initiative haben sie den Test entwickelt und unter­stützen die Innungen mit zugeschnittenem Marketingmaterial. Bundesweit werben Einladungsschreiben an Schulen, Post­karten, Poster und eine Internet-Seite für die Aktion.

Unter­stützt wird die Woche des Eignungstests von der SIGNAL IDUNA-Gruppe und dem Verband Schweizerischer Schreiner­meister und Möbelfabrikanten (VSSM).

Bei ihrer Premiere im vergangenen Jahr war die Ausbildungs­offensive der Tischler- und Schreinerinnungen ein großer Erfolg. Bundesweit nahmen gut 4000 Jugendliche an dem freiwilligen Test teil. Wie relevant er ist, zeigte das Ergebnis: Rund 40 Prozent haben ihn nicht bestanden.

Nähere Informationen zur Woche des Eignungstests erhalten Interessenten auf der Internet-Seite http://www.tischler-schreiner.de/, bei den HKH-Landesfachverbänden oder beim Bundesverband HKH unter der zentralen Telefonnummer 030 – 30 88 23 41.

05. Oktober 2004

Ansprechpartner für die Redaktion:


Frank Markowski
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030 / 30 88 23-40
Fax: 030 / 30 88 23-42
Mail: presse@tischler.org

Bei Abdruck Belegexemplar erbeten.

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